Triathlon

SV Hellas 1923 (1910) e. V. Siegburg

Bericht 3. Frankfurt City-Triathlon 5.8.2012

Dienstag 7. August 2012 von norbert

Bericht von Norbert.

Ein Hauch von Olympia in Frankfurt

Ein Pfiff ist kein Startsignal – das verhinderte zunächst einmal das angekündigte Rennen der Giganten Faris Al Sultan gegen Timo Bracht, den fast alle starteten auf den irreführenden Pfiff während Faris ganz cool stehenblieb und weiter auf den Startschuss wartete. Timo Bracht musste sich am Ende sogar nur mit dem 4.Platz begnügen, Erster wurde Nils Frommhold vor Daniel Unger.

Rund 2000 Teilnehmer gingen in Frankfurt an den Start, davon 1400 über die olympische Distanz (1,5-45-10km). Das stellte hohe Anforderungen an die Organisation, die weitestgehend gut war aber teilweise die Teilnehmer auch auf eine Geduldsprobe stellte. Für Startnummernausgabe, Wettkampfbesprechung und Check-In war eine Anreise bereits am Samstag erforderlich. Die alte Börse in Frankfurt (jetzt das IHK-Haus) war Treff- und Sammelpunkt am Samstag, davor waren ein paar Stände aufgebaut, die Triathlonmesse. Das Schwimmen fand im Waldsee in Frankfurt-Langen statt, ca. 14km von der Innenstadt entfernt. Da die Wassertemperatur bei 24,6°C lag, wurde ein Neoverbot ausgesprochen. Die Wechselzone 1 befand sich am Waldsee, die Wechselzone 2 in der Innenstadt am Rossmarkt, der Weg dazwischen war mit dem Rad zurückzulegen. Die Radstrecke bestand aus dem Weg in die Innenstadt, wo dann noch zwei Runden zurückzulegen waren. Nach dem Wechsel in die Laufschuhe mussten noch 2 Runden a 5km durch das Zentrum absolviert werden. Als recht kompliziert empfand ich die Logistik, es mussten insgesamt 3 Beutel mit den richtigen Sachen gefüllt werden, an der richtigen Stelle abgegeben und wieder abgeholt werden und während des Wettkampfs in der Wechselzone mussten die gebrauchten Sachen in die Beutel gepackt werden, damit man sie später auch zurückbekam.

Sigrid war auch angereist und hatte ein Hotel in der Innenstadt gebucht, während ich in der Nähe des Waldsees wohnte, was weniger günstig war, denn nach dem langen Warten beim Auschecken musste ich dann noch einmal lange auf den Shuttle-Bus zurück zum Waldsee warten, denn der Andrang war groß und es wurden normale Personenbusse eingesetzt. Und das jeder 3 Beutel und ein Fahrrad dabei hatte machte den Transport nicht einfacher.

Doch nun zum Wettkampf: Am Sonntag morgen war es bedeckt bei milden Temperaturen und in der Nacht hatte es leicht geregnet. Der Schwimmstart erfolgte vom Land und ich hielt mich auf der Seite aus allem raus, denn die Startgruppen waren 300-400 Teilnehmer groß, da wollte ich nicht mitten drin sein. Trotzdem dauerte es bestimmt 500m, bis ich den richtigen Rhythmus fand. Es war auch ohne Neo sehr angenehm zu schwimmen, denn das Wasser war sauber und warm. Zügig wechselte ich auf das Rad und fühlte mich recht frisch. Auch auf dem Rad dauerte es eine Weile, bis ich mich an die Belastung gewöhnt hatte, dann war die flache Strecke ziemlich schnell zu fahren. Erst in der Stadt bei einigen Kurven und besonders einer zweimal zu durchfahrenden Spitzkehre mit Kopfsteinpflaster musste man vom Gas gehen. Ich fühlte mich gut und versuchte ein konstant schnelles Tempo zu halten. Reichlich Präsenz der Kampfrichter sorgte dafür, dass sich das Windschattenfahren in Grenzen hielt. Auch Stürze blieben nicht aus. Ich kam überall gut durch und bekam auch keine Verwarnungen. Mit einem guten Gefühl wechselte ich zum Laufen und trotz etwas dicker Beine vom Radfahren ging ich direkt schnell an. Trotz Bewölkung war es nun ziemlich warm geworden. Nach 1-2km überlegte ich, ob ich etwas langsamer laufen sollte, entschied mich aber das nicht zu tun, denn ich glaubte es durchhalten zu können. Und in der Tat – es lief (sich) sehr gut bis zum Ende.

Pünktlich nach dem Zieleinlauf kam die Sonne heraus. Mit ein bisschen Zielverpflegung ergatterte ich einen der wenigen Sitzplätze und bald kam auch Sigrid, die auch einen sehr guten Wettkampf abgeliefert hatte, aber mit ihrer Laufleistung nicht ganz zufrieden war. Dennoch erreichte  Sigrid den 1.AK-Platz, während ich mich mit dem 5.-ten zufrieden geben musste ;-). Nach dem Duschen, das bei mir mangels warmem Wasser recht kurz ausfiel, schauten wir uns noch die Siegerehrung auf der großen Bühne an und feierten Sigrids AK-Sieg mit einer Cola :-).  Eine Stunde später musste Sigrid noch zur AK-Siegerehrung.

Fazit: Ein interessanter Triathlon unter guten Bedingungen und mit der Möglichkeit, sein Leistungsvermögen mit sehr vielen zu messen. Aber mit leichten Schwächen in der Organisation, die aus meiner Sicht mit mehr Helfern leicht zu kompensieren wären. Kleinere Veranstaltungen haben diese Probleme naturgemäß nicht, sind familiärer und bieten meist auch noch selbstgebackenen Kuchen ;-).

Zu den Bildern vom Hessischen Rundfunk

Dieser Beitrag wurde erstellt am Dienstag 7. August 2012 um 23:37 und abgelegt unter 2012, Berichte. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

Ein Kommentar über “Bericht 3. Frankfurt City-Triathlon 5.8.2012”

  1. Sigrid schrieb:

    Den Wettkampf hat Norbert sehr gut beschrieben. Mir hat er gut gefallen und in der City zu übernachten hat sich auch als Vorteil herausgestellt.
    Ich konnte nach dem Wettkampf ins Hotel zum Duschen und die war warm und konnte auch meine vielen Beutel sofort ins Auto bringen. Ich habe noch nie so strenge Kampfrichter erlebt.